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Aufenthaltskostenbeitrag

Aufgrund der Bestimmungen des Krankenanstalten- und Kuranstaltengesetzes (§ 27a KAKuG) sowie der Kärntner Krankenanstaltenordnung (§57 K-KAO) müssen stationäre Patienten in den Kärntner Krankenhäusern folgende Gebühren entrichten:

Sozialversicherte Patienten der Allgemeinen Gebührenklassen müssen folgende Beiträge zahlen:

  • Aufenthaltskostenbeitrag in der Höhe von € 8,00 pro Verpflegstag
  • zusätzlicher Beitrag in der Höhe von € 1,45 pro Verpflegstag

Sowohl von sozialversicherten Patienten der Allgemeinen Gebührenklasse als auch von Patienten der Sonderklasse wird ein Beitrag in der Höhe von € 0,73 pro Verpflegstag eingehoben.

 

Dieser Beitrag (EUR 0,73) wird zur Entschädigung von Schäden, die durch die Behandlung in Krankenanstalten entstanden sind und bei denen  

  1. eine Haftung der Rechtsträger nicht eindeutig gegeben ist,  
  2. eine Haftung der Rechtsträger nicht gegeben ist und eine bislang unbekannte oder eine sehr seltene und zugleich auch schwerwiegende Komplikation eingetreten ist oder  
  3. eine Haftung der Rechtsträger nicht gegeben ist und eine aufgeklärte Komplikation außerordentlich schwer verlaufen oder großer Schaden entstanden ist, verwendet.

Anträge auf Entschädigungen aus dem "Härtefonds" müssen bei der Kärntner Patientenanwältin gestellt werden.
Die Kärntner Patientenanwältin ist unter folgender Adresse erreichbar: Völkermarkter Ring 31, 9020 Klagenfurt am Wörthersee.

Bei der Einhebung aller dieser drei Beiträge sind sowohl der Aufnahme- und Entlassungstag zu berücksichtigen. Alle diese drei Beiträge werden jedoch maximal für 28 Kalendertage im Kalenderjahr eingehoben.

 

Von der Verpflichtung zur Entrichtung dieser Beiträge ausgenommen sind Personen,

  • für die bereits ein Kostenbeitrag nach anderen bundesgesetzlichen Regelungen Regelungen geleistet wird, 
  • die Anstaltspflege im Fall der Mutterschaft, 
  • im Krankheitsfall im Zusammenhang mit der Mutterschaft oder 
  • als Folge der Niederkunft in Anspruch nehmen, sowie 
  • die nachweislich von der Rezeptgebühr im Sinne sozialversicherungsrechtlicher Bestimmungen befreit sind und 
  • die zum Zweck einer Organspende stationär aufgenommen werden.
  • Zudem sind seit dem 01.01.2017 Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, von der Entrichtung des Kostenanteils befreit.

 

Kostenbeteiligung nach § 447f Abs. 7 ASVG

Für anspruchsberechtigte Angehörige nach dem ASVG, sowie für Versicherte und Angehörige nach dem BSVG ist ein Kostenbeitrag in gesetzlich festgelegter Höhe zu entrichten. Er beträgt in Kärnten derzeit je nach Krankenanstalt zwischen EUR 9,80 und EUR 19,80 pro Kalendertag. Dieser Beitrag ist pro Kalenderjahr für längstens vier Wochen zu bezahlen.

Die Befreiung von der Kostenbeteiligung nach §447f Abs. 7 gilt: 

  • sobald die Anstaltspflege die Dauer von vier Wochen im Kalenderjahr übersteigt
  • bei stationärer Aufnahme aus dem Versicherungsfall der Mutterschaft bis maximal 10 Tage (ab dem 11. Tag ist ein Kostenbeitrag aus dem Versicherungsfall der Krankheit zu entrichten) 
  • Krankenhausaufenthalte bei Organspende
  • Seit 01.01.2017 sind Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, von der Entrichtung des Kostenanteils befreit.

Versicherte nach dem BSVG sind weiters befreit 

  • bei anzeigepflichtigen übertragbaren Krankheiten 
  • bei Dialysebehandlungen infolge Nierenerkrankungen 
  • bei der Gewährung von Leistungen der Anstaltspflege, mit Ausnahme ambulanter Leistungen, bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten
  • Seit 01.01.2017 sind Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, von der Entrichtung des Kostenanteils befreit.

 

Gebühren für Begleitpersonen (gem. Verordnung der Landesregierung, LGBl. Nr. 7/2016):

Von Begleitpersonen sind ebenfalls Kostenbeiträge einzuheben:

Allgemeine Klasse: € 22,60 je Aufenthaltstag

Sonderklasse: € 48,30 je Aufenthaltstag, für Kinder unter zehn Jahren € 31,90 je Aufenthaltstag

Begleitpersonen von Patienten bis zum vollendeten dritten Lebensjahr müssen ebenso wie Personen, die nachweislich von der Rezeptgebühr im Sinne der sozialversicherungsrechtlichen Regelungen befreit sind, diese Gebühren nicht entrichten.

Beträgt der Aufenthalt der Begleitperson nicht mehr als zwei Tage, so sind dafür 50 Prozent der oben genannten Tarife zu entrichten. Der ermäßigte Tarif gilt ebenso ab dem achten Aufenthaltstag.

Stand: 2016

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